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MMA Kickoff in Deutschland – Warum Mobile im Marketing wichtiger ist denn je

Der Marketingverband „Mobile Marketing Association“ (kurz: MMA) mit Hauptsitz in New York ist eine non-profit Organisation mit der Mission “die Transformation und Innovation des Marketing im mobilen Bereich schneller voranzutreiben und gleichzeitig durch stärkeres Kundenengagement Wachstum zu fördern“ (EN: MMAglobal.com). Am 22. September eröffnete der MMA einen deutschen Ableger in Berlin mit den Gründungsmitgliedern adsquare, Coca-Cola, Facebook, Google, SAP XM, Smaato, Telefónica und Unilever (Pressemitteilung (en). Aber warum jetzt? Und vor allem: warum in Deutschland?

Laut aktuellen Studien von emarketer ist Deutschland der fünftgrößte Markt weltweit, was stellvertretend für einen Markt voller Möglichkeiten steht. Peggy Anne Salz, Chief Content Officer beim MMA, bezeichnete Deutschland sogar als „Mobile Marketing Power House“.


Um ein gemeinsames Verständnis zu fördern und darüber zu informieren, wie Marken und Marketingverantwortliche erfolgreich mobiles Marketing betreiben können, organisiert MMA Deutschland ein Programm voller Thought Leadership Konferenzen und Seminare. Am 27. Oktober startete die erste Veranstaltung in Berlin zum Thema: Mobile Marketing Redefined.

Redefined…was genau bedeutet das? Mark Wächter, Mobile Strategy Berater bei MWC-mobi und Vorsitzender des MMA Deutschland, erklärte, dass sich das erste Event darauf fokussiere, wie sich Marketing allgemein und vor allem mobiles Marketing über die letzten Jahre neu erfunden hat. Früher verstand man unter dem Begriff Mobile Marketing die Platzierung von Werbebannern auf mobilen Webseiten oder Apps. Heutzutage steht Mobile Marketing allerdings für weitaus mehr.

„Eher würde ich eine Niere abgeben, als mein Handy!“


Peggy Anne Salz eröffnete den Nachmittag mit ihrer Keynote zum Thema „Mobile the great connector“. Der aktuelle Trend zur mobilen Welt ist uns allen bewusst. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, dass wir alle mobil sind, da viele von uns süchtig nach ihren mobilen Geräten sind und diese bereits zur Alltagsroutine gehören. Wir sind abhängig davon. Peggy erwähnte einen sehr passenden Satz, der grinsende Zustimmung im Publikum fand: „Eher würde ich eine Niere abgeben, als mein Handy.“ Wenn das mal nicht zum Nachdenken anregt…

Die mobile Generation ist der neue Standard - sie frisst uns sozusagen auf. Aufgrund dieser Entwicklung ist es von enormer Wichtigkeit für Marketingverantwortliche auf den Zug aufzuspringen und mobiles Marketing voranzutreiben. Ein weiterer wichtiger Punkt in Peggys Keynote war die Tatsache, dass die mobile Vernetzung Brücken zwischen unseren Welten baut und es ermöglicht, „einen Kauf direkt am Ort der Inspiration abzuschließen“. Was uns das sagt? Die mobile Vernetzung ist Mittelpunkt allen Geschehens. Der Einsatz von Daten muss dazu führen, unsere Kunden besser zu verstehen und sie genau in den Momenten anzusprechen, in denen ihnen unsere Informationen und Dienstleistungen einen Mehrwert bieten.

Ein perfektes Beispiel für eine adaptive Marketingkampagne kommt von Neutrogena. Dank der intelligenten Analyse von Daten wird die Werbung für eine Handcreme nur an Nutzer ausgespielt, bei denen die Temperatur ihrer Smartphones unter 10 Grad sinkt. 

Das Zielpublikum mitreißen

Von Coca-Cola erfuhren wir als Zuhörer wie wichtig es ist, Produkte smart, interaktiv und personalisiert zu gestalten. Manche diskutierten sogar darüber, dass Konsumenten in Zukunft digital mit Produkten und Geräten genauso umgehen werden, wie sie Kaffee trinken. Ist das nicht ein interessanter Gedanke?

Fällt Ihnen noch ein weiterer Punkt ein, der unsere emotionale Wahrnehmung von Marketing beeinflusst? Genau – Musik! Richard Harless (Country Manager für Deutschland von Shazam) erklärte in seinem Vortrag die Verbindung von Musik zu unseren Emotionen und wie Unternehmen diese nutzen können, um unsere tiefsten Wünsche anzusprechen. Vielleicht ist Ihnen sogar schon das kleine Shazam Symbol in der Magnum Eiswerbung aufgefallen. Sobald man die App auf seinem Handy startet, öffnet sich ein Quizfenster, in dem man ein paar persönliche Fragen beantworten muss, um zu erfahren, welches „Beast“ am besten zu einem passt. Ein schlauer Schachzug, da Magnum so Informationen über potenziellen Kundengruppen sammeln kann.

Wer fährt nicht gerne ein schnelles Auto? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welche Rolle Geschwindigkeit bei mobilem Marketing spielt? Thomas Wlazik, Head Comparison bei Google Deutschland, hat eben diese Frage in den Raum geworfen: Die Geschwindigkeit von Webseiten ist ein Element, das häufig unterschätzt wird. Dauert die Ladezeit einer Seite länger als drei Sekunden, verlassen die Nutzer die Seite.“ Folglich erhält man nicht einmal die Möglichkeit seine Zielgruppe zu erreichen.

Ein hervorragendes Mittel, um seine Konsumenten visuell zu erreichen, ist Instagram. Nadine Neubauer (Brand Development Lead bei Instagram) erklärte was hinter Instagram steckt und warum Unternehmen anfangen müssen auf der visuellen Plattform aktiv zu werden.

 

Bei Instagram geht es darum, sich selbst auszurücken und große und kleine Alltagsmomente zu teilen. Es geht darum Menschen, die die eigene Leidenschaft teilen, miteinander zu verbinden. Warum sollte man also diesen Kanal nicht nutzen, um als Unternehmen seine Produkte und Stories zu teilen? Neun Millionen Menschen nutzen Instagram monatlich in Deutschland – 300 Millionen nutzen es täglich weltweit. Klingt nach einer riesigen Community und vielen guten Gelegenheiten.

Mobile Programmatische Werbung – Willkommen im Maschinenzeitalter

Eines des Highlights des Abends war die Podiumsdiskussion zum Thema “Mobile Programmatic - Welcome to the Machine Zone!” Susanne Thompson (Senior Director of Global Marketing, Smaato), René Bellack (Lead Advertiser Development, SAP XM), Simon Dean (Head of Media Services, Telefónica Germany) und Thomas Wlazik (Industry Head Comparison, Google Germany) teilten ihre Meinungen und Ideen bezüglich der weiteren Entwicklung von mobiler programmatischer Werbung und mobilem Marketing generell.

 

Simon Dean erklärte, dass es um 'Moment Marketing' geht: „Wir müssen die richtige Zielgruppe, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort ansprechen.“ Das klingt zunächst nicht nach einer neuen Erkenntnis. Allerdings werden die Berührungspunkte mit den Kunden entlang der Customer Journey immer komplexer – eine Automatisierung ist dringend notwendig. Diese Automatisierung spiegelt sich im programmatischen Werbeeinkauf wider, der einen komplett neuen Aspekt in die mobile Werbung eingebracht hat. Laut eMarketer werden in Deutschland bereits 42% der mobile Werbeausgaben programmatisch eingekauft. Die Notwendigkeit für eine neutrale Plattform ist daher offensichtlich. René Bellack von SAP XM drückte es so aus: „Die Maschinen kommen. Programmatische Werbung wird zum Standard werden.“

Die meiste Kundeninteraktion findet auf mobilen Endgeräten statt. Das neue Werbeformat der Videos oder vertikalen Videos wächst immer weiter, also warum nicht in mobile Videowerbung investieren? Die meisten YouTube Klicks werden bereits auf mobilen Geräten generiert – vor allem von der jüngeren Generation. Firmen stehen dieser Veränderung im Kundenverhalten gegenüber und müssen einen Weg finden Videos in ihrem Werbekonzept zu integrieren.

Zum Schluss sprach Susanne Thompson einen interessanten Punkt an: Heute hat die mobile Welt ihren Höhepunkt erreicht". Es ist das größte Risiko für Firmen, nicht genug in mobiles Marketing zu investieren. Vielleicht werden mobile Endgeräte auch bald aussterben; vor allem, wenn Ultra-Konnektivität zum alltäglichen Thema wird und schließlich zum Standard. Herr Bellack war sogar der Meinung: „Bald werden wir ohne mobile Geräte leben. Wearables, Augen- und Gesichtserkennung etc. werden zum Standard werden, um uns als Individuen zu identifizieren.“

Für den Moment müssen wir das neue Medium annehmen, da es sich letztendlich zu einem Mainstreammedium entwickelt hat. Also sollten wir gemeinsam Spaß dabei haben, neue Dinge auszuprobieren und die mobile Marketingwelt in Flammen zu setzen!

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